Gedenkstätte Cap Arcona auf der Insel Poel


Eine der Sehenswürdigkeiten der Insel Poel ist die Gedenkstätte der Opfer des Schiffes Cap Arcona. Dieser Passagierdampfer hatte Häftlinge aus dem KZ und Überlebende des Todesmarsches aus Schlesien an Bord. Die SS-Truppen trieben die Passagiere an Bord des Schiffes. Diese letzte Aktion der Nazis blieb leider nicht ohne Folgen.

Die Schiffe, die in der Lübecker Bucht lagen, wurden kurz darauf von der Royal Air-Force und britischen Bombern angegriffen. Die Häftlinge dachten, es handle sich um Flugzeuge von Befreiern, aber da wurde das Schiff schon bombardiert und sank. Viele Menschen starben. Jene, die sich noch ins kalte Wasser retten konnten, wurden wenig später von der Deutschen Marine oder an Land von den SS-Truppen beschossen. Einer der wenigen Überlebenden ist der bekannte Schauspieler Erwin Geschonnek.


Foto: Mahnmal Poel @ Vwpolonia75 |Wikimedia Commons

In der Schwarzen Bucht liegt das Denkmal, das an die vielen Toten vom 3. Mai 1945 erinnert. Sie wurden nach der Schiffsversenkung in der Lübecker Bucht an die Ufer der Insel getrieben. Es soll sich um etwa 7000 Menschen gehandelt haben. Man hat sie hier zur letzten Ruhe auf dem Inselfriedhof in Kirchdorf gebettet. In der Nähe dieser Anlage gibt es das Heimatmuseum Kirchdorf. Dort kann man sich genauere Informationen beschaffen und auch Bilder zu dieser Katastrophe anschauen.

Die Anfahrt von Wismar zur Insel Poel ist gut ausgeschildert. Es gibt nur die eine Straße, die auf die Insel führt, dieser folgt man bis zum Ort Kirchdorf. Direkt an der Kreuzung, an der die Straße links nach Timmendorf abbiegt, liegt das Heimatmuseum. Man folgt der Straße geradeaus in Richtung „Schwarzer Busch“ und erreicht kurze Zeit später einem großen Parkplatz – dort steht das Mahnmal, welches an die Opfer der Cap Arcona erinnert.

Leuchttürme auf Poel in Timmendorf und Gollwitz


Auf der Insel Poel in der Nähe von Wismar stehen der Leuchtturm Timmendorf und der Leuchtturm Gollwitz. Außerdem gibt es in Gollwitz noch ein Sektorenrichtfeuer. Nachdem Mitte des 19. Jahrhunderts der Schiffsverkehr von und nach Wismar deutlich zugenommen hatte, beschloss der Wismarer Rat, am Strand von Timmendorf einen Leuchtturm zu errichten, um ankommenden Schiffen Sicherheit zu gewährleisten.

Begonnen wurde mit dem Aufbau 1865, leider gab es jahrelange Unterbrechungen, da die Insel Poel kein Geld hatte. 1871 konnte der Leuchtturm mit dem Lotsenhaus aber endlich in Betrieb genommen werden. Das einst 17,4 Meter hohe, weiße Backsteinmauerwerk bekam seine erste Sanierung 1931. Der runde Turmteil wurde um ein rotbraunes Ziegelmauerwerk aufgestockt und erreichte damit seine heutige Höhe von 21 Metern. 1996 bis 1997 musste der denkmalgeschützte Turm stabilisiert und neu gemauert werden. Die gesamte Leuchtfeuertechnik wurde auch gleich ausgetauscht und eine Treppe angebaut. Dieser Leuchtturm wurde von der Post der DDR im Mai 1975 auf der 5-Pfennig-Briefmarke abgebildet.

Nach vielen Veränderungen steht der Leuchtturm Timmendorf nun auf einem rechteckigen Unterbau. Eine Galerie ist im Bereich des Lotsenhauses entstanden und die Laterne ist weiß und sechseckig mit roter Kuppel. Über 140 Jahre ist der denkmalgeschützte Leuchtturm bereits in Betrieb.

Bei Gollwitz steht der zweite Turm der Insel. Er entstand aus einem Eisengitterturm, welcher 1953 durch einen 7,6 Meter hohen Stahlbetonturm an der Poeler Nordküste, ca. einen km vom Ort weg, ersetzt wurde. 1956 wurde dort ein Richtfeuer installiert. Dieses befindet sich auf einem 23 m hohen Stahlmast.

Leuchtturm in Kirchdorf auf der Insel Poel

 

Der Schlosswall auf der Insel Poel


In den Jahren von 1614 bis 1618 baute der Herzog Johann Albrecht II. ein Schloss. Übriggeblieben vom Schloss ist der Schlosswall, ein Rest des Festungswalls. Nach dem Verfall des Schlosses wurden bis auf die Fundamente alle Reste entfernt. Um sich ein Bild über das Schloss machen zu können, haben Sie die Möglichkeit sich im Heimatmuseum Kirchdorf das Schloss als Holzmodell anzuschauen.

Das Heimatmuseum auf der Insel Poel in Kirchdorf


Sie möchten mehr über die geologischen, geographischen und auch historischen Prozesse der Insel Poel erfahren? Dann sind Sie im Hafenort Kirchdorf, größter Ort der Gemeinde Poel, genau richtig. In der Nachbarschaft des Gemeindezentrums befindet sich das Heimatmuseum. Untergebracht in einer ehemaligen Schule erfahren Sie auf 250 m2 mehr über die Insel Peol. Zum Arsenal des Heimatmuseums gehören alte Fundstücke und Exponate aus der Geschichte. Ein weiterer wichtiger Punkt besteht in der Darstellung der Besetzung durch das schwedische Königreich.

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